Olfaktorische Kommunikation
Mit Olfaktion bezeichnet man die Wissenschaft des Geruchssinns – olfacere steht im Lateinischen für riechen. Bei der olfaktorischen Kommunikation spielen die körpereigenen Geruchsstoffe eine zentrale Rolle. Jeder Mensch besitzt einen spezifischen Duft. Verantwortlich hierfür sind vor allem die apokrinen Duftdrüsen, die sich unter anderem in der Achselhöhle, in Genital- und Analgegend sowie dem Warzenvorhof der Brust befinden. Die Körperhaare in diesen Regionen haben durch ihre gekräuselte Struktur vergrößerte Oberflächen. Dadurch wird eine gute Abgabe der Geruchssignale erreicht. Außerdem bieten die Haare Platz für verschiedene Bakterienarten, die in ihrem Wirken mitverantwortlich sind für den individuellen Geruch. Mit der körpereigenen “Duftmarke” werden Geruchssignale an die Umwelt abgegeben.
Außerdem besitzt der individuelle Geruch wichtige Funktionen im Zusammenhang mit Sexualität, Antipathie und Sympathie. Einer These zufolge sollen Frauen in der Zeit kurz vor dem Eisprung besonders anfällig für den männlichen Geruchsstoff Androstenon (Pheromone) sein. Ein anderer Wissenschaftler hat die Hypothese aufgestellt, dass die Auswahl des Sexualpartners mit Hilfe der olfaktorischen Fähigkeiten erleichtert wird. Die Begründung: Der Körpergeruch ist ein Indikator für bestimmte Eigenschaften des Immunsystems. Danach finden sich nur solche Partner attraktiv und interessant, deren Immunsysteme auch zusammenpassen. (Siehe auch Gene)
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