Glossar

Gewürze

In fast allen Küchen finden wir das eine oder andere feurige Gewürz. Scharfe Gewürze irritieren Nervenenden, die eigentlich für Schmerzempfindungen zuständig sind. Deshalb reagiert der Körper auch mit Schwitzen, schnellerem Puls – und mit der Ausschüttung von Endorphinen, den körpereigenen Schmerzkillern. Der Scharfstoff von Chili, Capsaicin, beeinflusst unsere Temperatur- und Schmerzempfindungen. Capsaicin stimuliert Sensoren, die wiederum Botenstoffe (z. B. Substanz P und Neurokinin A) ausschütten und zur Reizung von Schmerzrezeptoren führen. Gleichzeitig kurbelt es den Kreislauf und die Schweißproduktion an. Man fühlt sich angenehm gekühlt, obwohl der Körper Verdauungswärme und die Sonne äußere Hitze erzeugen. Kein Wunder, dass Chilis in heißen Klimazonen so beliebt sind: Sie erleichtern die Hitzeabgabe, der Organismus gerät ins gustatorische Schwitzen. Die Verdunstungskälte erzeugt ein kühlendes Gefühl auf der Haut.
Bestimmte Gewürze führen zudem zu stark riechendem Schweiß (z. B. Knoblauch oder Curry). Zur Regulierung der Schweißbildung empfiehlt sich deshalb eine weniger würzige Ernährung.